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Mit dem Körper
in Balance.

Aminosäuren

Aminosäuren (AS) sind die Grundbausteine aller Eiweiße, die auch als Proteine bezeichnet werden. Der Begriff Protein ist aus dem griechischen entliehen und bedeutet soviel wie „die Ersten, die Wichtigsten“. Allein diese Bezeichnung weist auf die überragende Bedeutung der Proteine für den menschlichen (und tierischen) Organismus hin.

 

Aminosäuren sind die (einzelnen) Bestandteile von Proteinen und der mengenmäßig am zweithäufigsten vorkommende Stoff im humanen Organismus (nach Wasser).

Nach der Länge der gebildeten Aminosäurekette bezeichnet man sie als Peptide (bis 100 Einzelne): z.B. Glutathion (Tripeptid aus den AS Glutaminsäure, Cystein und Glycin; ist eines der wirksamsten Antioxidantien) oder Proteine (=Eiweiße).

Chemisch gesehen enthalten Aminosäuren:

– Kohlenstoff (C)
– Wasserstoff (H)
– Sauerstoff (O)
– Stickstoff (N).

 

Die Einteilung erfolgt vordergründig nach ihren chemischen Eigenschaften:

  • ph-Wert: in saure und basische AS
  • Schwefelgehalt: in schwefelhaltige und nicht-schwefelhaltige AS
  • Wasserlöslichkeit: in hydrophile und hydrophobe AS
  • Verwertbarkeit in Energieträger: glukoplastische und ketoplastische AS
    (glukoplastische AS können in Kohlenhydrate verwandelt werden)

 

 

Aufgaben

Bis auf wenige Ausnahmen setzen sich alle Eiweiße (ca. 100.000 Proteine) im humanen Organismus aus Aminosäuren zusammen, d.h. sie sind:

 

– Bausteine der Muskeln, Sehnen, Bändern, von Haut, Haaren und Immunsystem
– Grundsubstanz für Enzyme, Neurotransmitter und Hormone,
– sowie Entgiftungs- und Gerinnungsfaktoren, Antikörper, Signalstoffe, Metaboliten und anderen Naturstoffen (wie z.B. Coenzyme, Gallensalze, Antibiotika)
– erfüllen als Bluteiweißkörper verschiedene Transportfunktionen
– schützen als Strukturbestandteile von Membranen die Nervenbahnen
– sind Träger der Erbinformation.

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Essentielle und nicht-essentielle Aminosäuren

11 der 20 proteinogenen Aminosäuren kann der menschliche Körper selbst herstellen. Diese Aminosäuren bezeichnet man alssemi- (Arginin und Histidin) oder nicht-essentiell (Alanin, Asparagin, Asparaginsäure, Cystein,Glutamin, Glutaminsäure, Glycin, Prolin, Serin, und Tyrosin). So wird beispielsweise Phenylalalin zu Tyrosin oder Methionin zu Cystein synthetisiert.
Sobald auch nur ein Baustein zur Bildung nicht-essentieller Aminosäuren fehlt, kann die Synthese nicht erfolgen. So sollten auch nicht-essentielle Teil einen Anteil an der Ernährung und medizinischen Anwendung haben.

 

Von den 20 proteinogenen Aminosäuren kann der menschliche Organismus aber Bestimmte nicht selber herstellen und ist somit auf die regelmäßige Einnahme über die Ernährung angewiesen.

 

Acht Stück davon bezeichnet man als essentiell (unentbehrlich). Liegt auch nur eine davon in zu geringer Menge oder gar nicht vor, kann ein noch so großer Anteil an einer anderen dieses Manko nicht ausgleichen. Ein Mangel an Essentiellen kann zu schwerwiegenden Stoffwechselstörungen bis hin zum Tod führen.

 

Kontraindikationen

Insgesamt ist die Verträglichkeit von AS gut. Bei einigen Erkrankungen ist jedoch die Behandlung dem Spezialisten (z.B. Nephrologen, Hepatologen) vorbehalten, da es zu absoluten bzw. relativen Kontraindikationen kommen kann. Zum Beispiel bei Nierenerkrankungen muss die Substitution vorsichtig und ausschließlich durch Experten erfolgen.

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